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Sanierung des Europabades: Innenausbau weit fortgeschritten – Dach- und Energiekonzept zukunftsorientiert weiterentwickelt

Redaktion null
vor 4 Minuten
3 Min. Lesezeit

In der Sitzung des Samtgemeinderates am 30.09.2026 haben die Baubeteiligten über den aktuellen Stand der Sanierung des Europabades, die nächsten Planungsschritte sowie die weitere Termin- und Kostenentwicklung informiert.


Anwesend waren der Generalplaner - das Ingenieurbüro für Wassertechnik (IWT),vertreten durch die Herren Willert Senior und Junior. Für die Architektur die Schütze Planungsgesellschaft, Herr Schütze, und als Projektkoordinator auf Bauherrenseite Herr Meinert vom Büro VISION 12!


Die Arbeiten im Innenbereich sind bereits weit fortgeschritten: Das Edelstahlbecken und die vorgesehenen Wände wurden eingebaut. Auch die Zementputz- und Estricharbeiten sowie die Abdichtungs- und Fliesenarbeiten befinden sich in der Abschlussphase und werden planmäßig fortgesetzt. Damit nimmt die Gestaltung der zukünftigen Badbereiche zunehmend konkrete Formen an.


Im Außenbereich hat die genaue Untersuchung der vorhandenen Bausubstanz zusätzliche Erkenntnisse geliefert. Insbesondere beim Rückbau der Dachkonstruktion und im Zuge der Schadstoffsanierung wurden Rahmenbedingungen sichtbar, die eine sorgfältige Anpassung des weiteren Bauablaufs erforderlich machen. Diese Erkenntnisse schaffen nun eine verlässliche Grundlage für eine dauerhaft tragfähige, sichere und wirtschaftliche Lösung.


Anpassung der Dachplanung schafft nachhaltige Perspektive

Ursprünglich war für das Europabad eine Pultdachlösung vorgesehen. Nach der Öffnung und dem Rückbau der bestehenden Dachkonstruktion zeigte sich, dass die zunächst zugrunde gelegte statische Lösung unter den tatsächlich vorgefundenen Bedingungen nicht in der geplanten Form umgesetzt werden kann.

Die Planung wurde daraufhin konsequent weiterentwickelt. Das Büro Schütze PG hat einen alternativen Ansatz erarbeitet, der Teile der vorhandenen Konstruktion sinnvoll einbezieht. Vorgesehen ist nun ein flach geneigtes Dach.

Die angepasste und vereinfachte Konstruktion bietet zahlreiche Vorteile: Sie reduziert statische und bauphysikalische Risiken, erleichtert die brandschutztechnische Planung der Gebäudehülle und schafft eine solide Grundlage für die weitere Umsetzung. Die zusätzlichen Erkenntnisse aus dem Bestand ermöglichen damit eine Planung, die noch besser auf die tatsächlichen Gegebenheiten des Gebäudes abgestimmt ist.


Energiekonzept: Erneuerbare Wärme für eine wirtschaftliche Zukunft

Parallel zur Dachplanung wird auch das Energie- und Wärmekonzept zukunftsorientiert weiterentwickelt. Künftig sollen Luft-Wasser-Wärmepumpen die Grundlast der Wärmeversorgung übernehmen. Ergänzend ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, die einen Teil des Strombedarfs für die Wärmepumpen und die Badtechnik direkt am Standort erzeugt.

Die Nahwärme bleibt als zuverlässiger Baustein des Gesamtkonzepts erhalten. Sie soll insbesondere für Lastspitzen, die Trinkwassererwärmung sowie als zusätzliche Absicherung der Wärmeversorgung genutzt werden.

Geplant ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 46 kWp. Der vor Ort erzeugte Strom soll vorrangig für Pumpen, Lüftungsgeräte und Wärmepumpen eingesetzt werden. Durch den direkten Eigenverbrauch können der Netzstrombezug und damit auch die laufenden Betriebskosten nachhaltig gesenkt werden. Ein Energiemanagementsystem wird Stromerzeugung und Anlagenbetrieb optimal aufeinander abstimmen.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpen sollen als Kaskade betrieben und je nach Wärmebedarf zugeschaltet werden. Das Zusammenspiel von Photovoltaik, Wärmepumpen und Nahwärme schafft eine verlässliche, wirtschaftliche und klimaschonende Energieversorgung. Ziel ist es, den Einsatz fossiler Energien deutlich zu verringern und die Abhängigkeit von künftigen CO₂-Kosten zu reduzieren.


Kosten und weitere Zeitplanung

Nach dem derzeitigen Planungsstand bietet die vereinfachte Dachlösung Einsparpotenziale. Zusätzliche Gesamtkosten infolge der angepassten Planung und des zusätzlichen Planungsaufwands werden aktuell nicht erwartet. Die abschließende Bewertung erfolgt im weiteren Verlauf der Planung und der laufenden Abstimmungen.

Die bereits beauftragten Unternehmen sind eng in den Prozess eingebunden und arbeiten an der Umsetzung der weiterentwickelten Planung mit. Notwendige Planänderungen werden mit den zuständigen Stellen abgestimmt. Gleichzeitig laufen Gespräche mit dem Fördermittelgeber, um die Förderung für das Projekt weiterhin zu sichern.

Die Wiedereröffnung des Europabades wird nach aktuellem Stand voraussichtlich im vierten Quartal 2027 möglich sein. Mit dem fortgeschrittenen Innenausbau, der weiterentwickelten Dachlösung und dem nachhaltigen Energiekonzept ist das Projekt auf einem guten Weg.

 

PM Samtgemeinde Wathlingen

 

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