Hilfstransport aus Wathlingen: Spenden in der Ukraine abgeliefert, Rückreise bleibt schwierig. Frust bei Rodenberg

WATHLINGEN/UKRAINE. Der von Achim Rodenberg organisierte Hilfstransport aus Wathlingen hat die Ukraine erreicht. Die mitgebrachten Spenden wurden entladen.
Doch auf der Rückreise steht das Team erneut vor erheblichen Schwierigkeiten: Nach Angaben der Helfer müssen sie an der ukrainischen Grenze mehrere Tage warten und dürfen erst am Samstag passieren.
Am vergangenen Donnerstag startete der Hilfstransport aus Wathlingen.
Nachdem die letzten Ladearbeiten abgeschlossen und die erforderlichen Zollpapiere eingetroffen waren, konnte die Fahrt um 17 Uhr beginnen.
Zunächst verlief die Reise gut. Gegen 3 Uhr erreichte das Team Krakau in Polen. Nach einer kurzen Pause wurde die Fahrt fortgesetzt. Ein längerer Stau führte zu weiteren Verzögerungen. Anschließend erreichten die Helfer die polnisch-ukrainische Grenze.
Nach der Einreise in die Ukraine erreichte der Transport sein Ziel. Die mitgebrachten Spenden wurden entladen. Vor Ort kam es zudem zu einer besonderen Würdigung: Der Bürgermeister von Krywe Osero verlieh den Helfern im Rahmen einer feierlichen Zeremonie einen Orden.

Damit war die geplante Hilfslieferung abgeschlossen und die Rückreise konnte beginnen.

Doch auch auf dem Rückweg kommt es zu Problemen. In einer aktuellen Nachricht berichtet die Gruppe, dass sie sich wieder an der ukrainischen Grenze befindet. Nach Angaben der Helfer wurde ihnen mitgeteilt, dass sie fünf Tage warten müssen und erst am Samstag die Grenze passieren dürfen. Warum diese Wartezeit erforderlich ist, sei ihnen nicht bekannt.
Die Bedingungen vor Ort seien schwierig. Es gebe keine sanitären Anlagen. Zudem reichten die mitgeführten Lebensmittel nicht für eine derart lange Wartezeit aus. Einkäufe seien nicht möglich, weil die Karten vor Ort nicht akzeptiert würden.
Die Enttäuschung bei den Helfern ist groß. In ihrer Nachricht fragen sie: „Was sollen wir machen? Warum werden wir bestraft, wenn wir nur helfen wollen?“ Außerdem ziehen sie das persönliche Fazit: „Unsere Schlussfolgerung ist, unsere Hilfe ist hier nicht erwünscht.
Die Erfahrungen werfen auch Fragen für künftige Hilfsaktionen auf. Für Weihnachten ist ein weiterer Transport aus der Samtgemeinde Wathlingen unter der Leitung von Wolfgang Grube geplant. Angesichts der aktuellen Erlebnisse stellt Achim Rodenberg dieses Vorhaben jedoch infrage.
In seiner Nachricht heißt es dazu: „Das lassen wir mal besser sein.“
Ob der für Weihnachten geplante Hilfstransport tatsächlich stattfindet, ist derzeit offen. Auch die Gründe für die angekündigte Wartezeit an der Grenze sind bislang nicht bekannt. Die Schilderungen zur Situation vor Ort beruhen auf den Nachrichten der Beteiligten.




