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Helgas vielseitige Reise: Vom Klassenzimmer zur ehrenamtlichen Pionierin

Herzlich willkommen zu unserem heutigen "Interview der Woche". Wir freuen uns sehr, Helga Bufe aus Wathlingen bei uns zu haben,

Könntest Du unseren Lesern, die Dich noch nicht kennen, einen Überblick über Deinen persönlichen Werdegang geben?

Geboren 1948, als Nachkriegskind habe ich erfreulicherweise den „Aufschwung“ miterlebt. Grundschule, Gymnasium, kleiner Schwenker zur Frauenfachschule und dann doch Abitur am Wirtschaftsgymnasium Hannover. Anschließend Studium an der Pädagogischen Hochschule Hannover, um bis zur Pensionierung Lehrerin an einer Grundschule zu sein. Da mir das nicht reichte, von 1996 - 2008 Konrektorin in Uetze.Schon zu den Zeiten war ich sportlich in Vereinen tätig: Tennis, Segeln, Surfen, Volleyball, Reiten, Fliegen….

Ab Pensionierung 2008 konnte ich die Vereinstätigkeit erweitern, dafür andere einschränken. Nordic Walking, Linedance, Singen im Chor, alles verbunden mit Posten in den entsprechenden Vorständen. Erste Vorsitzende, Stellvertreterin, Schriftführerin, Pressewart, nur Kassenwartin bin ich niemals gewesen.

Heute 2024 habe ich mich beschränkt auf „meinen“ Gemischten Chor Bröckel und den Förderverein  Naturkontaktstation; dort bin ich jeweils 2. Vorsitzende. 


Was motiviert Dich, Dich ehrenamtlich zu engagieren?

Mein Gehirn braucht nach wie vor Futter! Sonst werde ich unzufrieden. Hier kann ich mitreden und an manchen Stellen auch etwas bewegen, zudem organisiere ich gern. Außerdem erweitert es meinen geistigen Horizont, da es immer wieder neue Dinge gibt, mit denen ich mich befassen muss.  Aktivitäten – soweit sie noch möglich sind – gehören natürlich auch dazu. Zudem stelle ich fest, dass jüngere Menschen oft nicht mehr gewillt sind, sich ehrenamtlich zu betätigen. Das ist sehr schade und wird irgendwann fatale Folgen haben.

Mit ihren eigenen Gedichten ist Helga auch bei Nienhagen Kultur bereits aufgetreten.

Du schreibst eigene Gedichte. Was hat Dich dazu inspiriert, mit dem Schreiben von Gedichten anzufangen?

Mein erstes Gedicht stammt aus dem Jahr 1963! Ich schreibe immer, wenn mich irgendetwas bewegt! Das kann negative oder positive „Bewegung“ sein! Außerdem liebe ich Wortspiele und deren Möglichkeiten! Meine Gedichtsammlung spiegelt deutlich die Lebensphasen wieder, was sie wahrscheinlich bei jedem anderen Dichter ebenfalls tut.

Was verbindest Du persönlich der Samtgemeinde Wathlingen?

Inzwischen lebe ich seit rund einem viertel Jahrhundert hier. Mein Freundeskreis ist hier. Ich bin zwar in Hannover geboren und aufgewachsen, aber war vor Schuleintritt viel auf dem Land bei meinen Großeltern mit Gänsen, Hühnern, Schweinen, Apfel- und Birnbäumen, Kirschplantage und einer richtigen Güllegrube auf deren Zwischensteg ich als Kind entlang balanciert bin. Ich bin niemals hineingefallen!!


Der Hofhund war natürlich auch dabei. Von daher brauchte ich immer ein wenig „Landluft“ in der Nähe und das bietet mir Wathlingen. Und wenn ich Großstadt haben möchte, ist Hannover nicht weit.Außerdem bin ich inzwischen in der Gemeinde bekannt „wie ein bunter Hund“, und das ist genau das, was ich liebe! 

Hast Du einen Lieblingsort in der Samtgemeinde Wathlingen, an dem Du besonders gerne schreibst?

Nein, meine Gedichte entstehen mal hier, mal da. Unter der Dusche, beim Spaziergang im Feld, beim Mittagessen, oder so...Ein Hoch auf die Technik: ich kann unterwegs alles ins Smartphone sprechen.


Du bist auch bei den Bürgerradlern in Wathlingen aktiv. Kannst Du uns mehr über diese Gruppe und Eure Aktivitäten erzählen?

Zu den Radlern bin ich vor vielen Jahren gestoßen. Wir radeln inzwischen jeden Samstag ab 14 Uhr. Hinzu kommt jährlich gemütliches Beisammensein in Form eines Grillabends oder Glühweinabends. Manchmal sitzen wir nach der Radtour noch bei jemandem, weil wegen Silberhochzeit, Geburtstag oder Ähnlichem etwas ausgegeben wird.Wir haben liebe Menschen, die sich jedes Mal vorher eine Route ausdenken, manchmal vorher sogar alleine noch entlangradeln!


Dabei kommt uns deren Ortskenntnis sehr zu Gute! Auf diese Weise lernen wir Wege und Gegenden kennen, in die man alleine gar nicht radeln würde. Hinzu kommt, dass zu vielen Orten noch persönliche Erinnerungen des Führenden kommen, nach dem Motto: „Früher war das hier so….“ Es ist wundervoll, auf diese Art und Weise ein Stück Wathlinger Geschichte erzählt zu bekommen.Und ich hoffe, dies bleibt noch lange so!  


Welche ehrenamtlichen Projekte liegen Dir besonders am Herzen?

Mir liegt zur Zeit besonders der Förderverein Naturkontaktstation am Herzen. Glücklicherweise konnte im Februar 2024 wieder ein kompletter Vorstand gewählt werden.


Die Anlage im Hasklintweg ist ein erholsamer und lehrreicher Ort! Im Boten und im ECHO werden immer die anstehenden Termine und Möglichkeiten bekannt gegeben!

Es wäre schön, wenn noch mehr Menschen dies Angebot annehmen würden! 

Warum ist es auch für junge Menschen so wichtig, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Ein Engagement in einem Verein ist Schulung für das wahre Leben. Hier passiert alles, was auch in einem größeren Gebilde, wie in einem Staat passiert. Es gibt Statuten, Vorschriften und vor allem Menschen, mit all ihren Eigenheiten, Besonderheiten, Ansichten, Empfindlichkeiten, Möglichkeiten, Einschränkungen, Begabungen usw…….In den Vereinen bin ich früher auch reif geworden für meinen Posten als Konrektorin einer Grundschule. 

Zum Abschluss, wie sehen Deine Wünsche für die Zukunft aus?

Für mich: ich möchte so lange wie möglich geistig fit, körperlich beweglich und so gesund wie möglich bleiben.Für die Welt und deren Bewohner: „Gib ihr die Kraft, die Dinge zu ändern, die sie ändern kann. Die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die sie nicht ändern kann. Und die Weisheit, zwischen den Beiden zu unterscheiden.“


Vielen Dank, Helga, für dieses inspirierende Gespräch und die Einblicke in Dein vielfältiges Engagement. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Freude bei Deinen zahlreichen Aktivitäten und alles Gute für die Zukunft.

 Alexander Hass

von SaWa  

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