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Postbank-Anlaufstelle in Nienhagen schließt im Zuge digitaler Neuausrichtung; Postdienste bei Edeka bleiben erhalten



Die Postbank steht vor einer umfangreichen Umstrukturierung ihres Filialnetzes, die bis Ende 2025 abgeschlossen sein soll.


Angesichts fortschreitender Digitalisierung und veränderter Kundengewohnheiten plant das Unternehmen eine strategische Neuausrichtung, die auch die Anlaufstelle bei Edeka in Nienhagen einbezieht. Ein Sprecher der Postbank führte gegenüber unserer Redaktion aus, dass die Neuerungen eine Reaktion auf den zunehmenden Trend zu Online-Bankgeschäften sowie den gestiegenen Anteil bargeldloser Zahlungen sind – Trends, die durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurden.

Die vorgenommenen Anpassungen im Serviceangebot der Postbank reflektieren den Wandel hin zu digitalen Bankdienstleistungen und sollen bis Ende 2025 realisiert sein.


Die Bank stellt sicher, dass Kunden durch das weitreichende Netzwerk der Cash Group, Geldautomaten, den Bargeldbezug an Shell-Tankstellen sowie den Cash-Back-Service in ausgewählten Einzelhandelsgeschäften weiterhin Zugang zu Bargeld und Überweisungsoptionen haben. Zusätzlich werden Girobriefumschläge und Telefonbanking als alternative Dienste für diejenigen angeboten, die keinen Zugang zum Online- oder Smartphone-Banking haben.

Allerdings stellen die geplanten Änderungen auch besondere Herausforderungen für die Kunden in Nienhagen dar. Der Bürger und Kunde, Bernd Kollbach, äußerte gegenüber unserer Redaktion Bedenken bezüglich der Praxis, an Supermarktkassen Geld abzuheben, und wies darauf hin, dass dies, insbesondere bei höheren Beträgen, zu einem raschen Schwinden der Bargeldreserven des Supermarktes führen könnte.


Die bevorstehende Schließung der Postbank-Anlaufstelle in Nienhagen zum 1. November verstärkt diese Bedenken weiter. Kunden wurde mitgeteilt, dass danach das Abheben von Geld vor Ort sowie SEPA-Überweisungen nicht mehr möglich sein werden. Girobriefumschläge, bisher eine kostenfreie Überweisungsmethode, werden künftig ausschließlich in der Hauptpost in Celle verfügbar sein, was laut Kollbach logistische Schwierigkeiten und zusätzliche Kosten für die Kunden mit sich bringt.

Diese Entwicklungen belasten die Bürger weiter, insbesondere ältere Menschen, die sich mit alternativen Optionen wie Online-Banking und Telefonbanking schwer tun. Die Sorge vor Cyberkriminalität und die Unbequemlichkeiten der Sicherheitsmaßnahmen im Online-Banking verstärken die vorhandenen Barrieren, erläutert Kollbach.


Jan Müller, Vertragspartner der Postbank in Nienhagen, erläutert die Situation weiter: "Die Deutsche Post hat mich informiert, dass die angekündigte 'Neuausrichtung' unter anderem die Schließung der Postbank-Anlaufstelle in unserem Markt in Nienhagen nach sich zieht, wie es bereits bei vielen anderen Agenturen in der Vergangenheit der Fall war. Die Schließung in Nienhagen ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Müller teilt mit, dass durch diese Änderung keine Stellen abgebaut werden."

Abschließend zeigt die Umstrukturierung der Postbank den allgemeinen Trend zu digitalen Dienstleistungen auf, wirft jedoch essenzielle Fragen hinsichtlich Zugänglichkeit, Sicherheit und Kundenzufriedenheit auf. Die von den Bürgern in Nienhagen geäußerten Bedenken und Herausforderungen verdeutlichen die Notwendigkeit eines ausgeglichenen Ansatzes, der die Bedürfnisse aller Kundengruppen berücksichtigt und eine umfassende Bankerfahrung in einer zunehmend digitalen Welt gewährleistet.

 

Foto:123RF/federicofoto

Update 19:03

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